Die Rallye geht weiter: Extreme Goldgräberstimmung auf dem BITCOINmarkt

Bitcoins „Fear-and-Greed-Index“ steht kurz vor dem Siedepunkt. 95 von 100 möglichen Punkten stehen für eine „extrem gierige“ Goldgräberstimmung. Eine aufregende „All-time-High“ Jagd ließ am vergangenen Wochenende die Rekordpreise in Rekordschnelle purzeln. Am 2. Januar kam Bitcoinity auf die Idee über den neuen, sich rasant hochschaukelnden Spitzenpreis, die Zeichentrickfigur Bugs Bunny durch das Weltall düsen zu lassen. Der Hase hält lässig einen goldenen BTC-Coin unter dem Arm und wird von einen feurigen Sternenschweif durch die Schwerelosigkeit gezogen. Am Sonntag wurde als neues Rekordhoch ein Preis von $34,800 notiert. Das Handelsvolumen stieg innerhalb von 24 Stunden auf 68,3 Milliarden Dollar. Zum Vergleich: 2020 lag das tägliche Handelsvolumen im Schnitt bei 13,1 Milliarden Dollar. Inzwischen wurde nach einer spannenden Achterbahnfahrt mit 35.000 Dollar (29000 Euro) ein neuer Gipfelpunkt erklommen. Und trotzdem sehen die Analysten noch immer kein Ende der Rallye kommen. Die Gründe sind bekannt. Zahlreiche Großanleger investieren im großen Stil.

Allein der „Grayscale Bitcoin Trust“ bilanziert zum 31. Dezember 2020 einen Bestand von knapp 573.000 BTC. Der Investmentfond „Three Arrows Capital“ in Singapur hält davon allein ein Anlagevermögen von 1.24 Milliarden USD (ca. 37000 BTC). Der Blockstream Manager Samson Mow zählt in einem Tweet weitere, potente BTC-Investoren auf: One River kaufte für 600 Mio. und plante für 400 Mio. nachzukaufen. Guggenheim will 530 Mio. in BTC investieren, Ruffer 744 Mio. locker machen, MassMutual 100 Mio. SkyBridge kaufte BTC im Wert von 182 Millionen Dollar. Der Hedge-Fonds Skybridge Capital startete im Neuen Jahr einen Bitcoinfond. Brett Messing, der Präsident der Firma erklärte: „Bitcoin führt eine digitale monetäre Revolution auf der ganzen Welt an. Wir glauben, dass sich die Beweislast von ‘Warum investieren Sie in Bitcoin?’ zu ‘Warum investieren Sie nicht in Bitcoin?’ verlagert hat,“ berichtete der CoinKurier. CEO Anthony Scaramucci betont: „Wir glauben, dass Bitcoin als aufregende neue Anlageklasse noch in den Kinderschuhen steckt.“

JPMorgan teilt in einem Rundbrief an seine Kunden mit, daß zur Zeit eine Umschichtung von Gold-in BTC-Guthaben stattfindet. Während zum Beispiel der Gold Exchange Traded Fonds (ETFs) im letzten Quartal eine Abnahme von 7 Milliarden US-Dollar notiert, verzeichnet allein der Grayscale Bitcoin Trust (GBTC) eine Zuwachs von BTC im Wert von über 3 Milliarden USD. Auch JPMorgan ist es inzwischen klar geworden, dass immer mehr Millennials in BTC statt wie von ihren Großvätern gewohnt in Gold investieren. Langfristig gesehen könnte, prognostiziert Morgan, dadurch der BTC Preis bis auf 146.000 US-Dollar steigen. In diesem Jahr scheint sich der BTC-Preis zwischen 50.000 bis 100.000 US-Dollar bewegen. Der, so vermutet JPMorgan, jedoch nicht von Dauer ist.

Der „cryptomonday“ zitiert einen JPMorgan Analysten mit dem auf der Hand liegenden Statement: „Die Adoption von Bitcoin durch institutionelle Investoren hat gerade erst begonnen. Für Gold hingegen ist die Adoption weit fortgeschritten. Wenn meine Annahme mittel- bis langfristig zutrifft, würde der Goldpreis massiv unter dieser Umstellung leiden.“