Danke für den Fisch

Danke für den Fisch
Mit einem Preis von 13250 Dollar erreichte der Bitcoin in diesen Tagen sein 15-Monats-Hoch. Seit Anfang des Jahres stieg der Kurs um 78 Prozent. Zur Zeit stockt die Rallye. „Droht dem Bitcoin Kurs nun ein Crash?“, fragt ein aufgeregter Analyst. „Na und?“ könnte man antworten. Jeder langjährige Bitcoin Besitzer weiss, dass auf jedem Aufschwung ein Abstieg folgte. Fakt ist aber auch, daß kein Crash von langer Dauer war. Das der Bitcoin kontinuierlich steigt hat sich längst nicht nur bei den Kleinanlegern herumgesprochen. Eine Reihe großer Firmen investierte zuletzt große Summen um ihr Portefeuille zu stärken. Im August kaufte das IT-Unternehmen MicroStrategy Bitcoins im Wert von 250 Millionen Dollar. In diesen Monat wurde Dollar-Cashreserven in Höhe von 175 Millionen Dollar aufgelöst und ebenfalls in das Kryptogold investiert. Auch der Zahlungsdienstleister Square griff im Oktober tief in die Tasche und erwarb für 50 Millionen Dollar rund 4700 Bitcoins. Allein durch den anschließenden Anstieg des Aktienkurses amortisierte sich der Kauf.

Am 21. Oktober erklärte die Modus Global Holdings PLC in einer Pressemeldung bis zu zehn Prozent ihrer Barreserven für den Kauf von Bitcoins bereitzustellen. Dieser Schritt sei „Teil des langfristigen Ziels von Mode, das Vermögen der Anleger vor einer Währungsabwertung zu schützen“. Damit ist Mode das erste börsennotierte Unternehmen Großbritanniens, das offiziell einen bedeutenden Kauf von Bitcoin als Teil seiner Anlagestrategie ankündigte. Jonathan Rowland, Executive Chairman bei Mode, kommentierte: „Angesichts der Herausforderungen des COVID und der britischen Zinssätze, die sich auf dem niedrigsten Niveau in der 326-jährigen Geschichte der Bank of England befinden, ist unser Vertrauen in den langfristigen Wert von Bitcoin nur noch gestiegen. Die heutige Zuteilung wird durch eine moderne, vorausschauende, aber umsichtige Strategie des Finanzmanagements durchgeführt“.

Damit nicht genug versetzte eine Ankündigung von Paypal die BTC-Liebhaber in Euphorie. Der Zahlungsdienstleister gab bekannt, in sein System Funktionen für den Kauf, Verkauf und die Speicherung von Krypto-Währungen zu implantieren. Nach den Amerikanern soll diese Möglichkeit von allen 325 Millionen aktiven Nutzern in Anspruch genommen werden können.

Room 77
Kein Wunder, daß sich die BTC-Freunde auf eine lange, in ungeahnte Höhen führende Kurs-Rallye zu freuen beginnen. Die wollen auch die Besitzer des „Room 77“ – der legendären Berliner Kneipe, in vollen Zügen genießen. In diesem Lokal konnte man bereits 2011 mit Bitcoin bezahlen. Hier traf sich die internationale Szene um über die Zukunftsaussichten der Kryptos zu diskutieren. Jetzt wurde die Kneipe geschlossen. Die fantastische Begründung der BTC-Gurus soll den Lesern des BITCOINEUMS nicht vorenthalten werden:
„ROOM 77 schließt für immer. Wir denken, unsere Mission ist erfüllt, und es ist Zeit, zu unserem Heimatplaneten zurückzukehren. Vielen Dank für den Fisch und die großzügigen Trinkgelder!
Wir sind Menschen aus einem von der Menschheit noch nicht entdeckten Sonnensystem und haben Ihre Spezies in den letzten 30.000 Jahren beobachtet. Wir hatten Grund zu der Annahme, dass der Homo Sapiens den gleichen Weg gehen wird wie Erectus, Neanderthalensis und die Denisovans. Als wir jedoch entdeckten, dass der Nakamoto-Typ Bitcoin erfunden hat, wurde uns klar, dass Sie eine Zukunft haben.
Wenn eine Zivilisation einmal ein planetarisches Hartgeldsystem entwickelt hat, dauert es gewöhnlich nicht lange, bis ihre Mitglieder friedlich werden und anfangen, ihre Ressourcen in die Entwicklung von Langlebigkeit und Raumfahrt statt in Regierungen und Waffen zu stecken. Die ersten zehn Jahre eines solchen Geldes sind entscheidend, da es immer wieder Kräfte gibt, die die Entwicklung zurückhalten und Sie in Ketten halten wollen. Wir sind deshalb vorbeigekommen, haben diesen kleinen Laden in Berlin Kreuzberg besetzt und damit begonnen, die Bedeutung dieses Schrittes in der unbewussten Öffentlichkeit zu fördern und zu erklären und einen Ort anzubieten, an dem die Entwicklung der Technologie vorangetrieben wird. Und wir hatten eine tolle Zeit dabei, hatten viel Spaß und haben viele Freunde gefunden. Inzwischen ist klar, dass niemand mehr Bitcoin stoppen wird. Gutes Geld auf globaler Ebene wird es bald unmöglich machen, Kriege zu führen, und es wird wirtschaftliche Gleichheit unter der Menschheit schaffen. Wir schätzen, dass Sie weniger als ein weiteres Jahrhundert brauchen werden, um aufzusteigen und sich der intergalaktischen Gemeinschaft anzuschließen. Also, bis bald, ihr lieben Menschen da draußen, vielen Dank noch einmal für den Fisch und die großzügigen Trinkgelder!“