BITCOIN erreicht Jahreshöchststand

Bitcoin erreicht Jahreshöchststand
Nachdem der Bitcoin-Kurs über Wochen wie ein nervöser Vollbluthengst auf der Stelle trat, setzte sich das Rennen am Sonntag plötzlich in Gang. Die lange unüberwindlich erscheinende 10000 Dollar Marke wurde fast mühelos geknackt. Erst, als der Kurs mit 9700 Euro einen neuen Jahreshöchststand erreichte, kam die Rallye zum Stillstand. Nach einem kurzfristigen Absturz auf rund 9000 Euro hat sich das Kursbarometer schnell wieder kräftig erholt. Der Crypto-Investor Peter Brandt reagierte euphorisch und prophezeite seinen 36.4000 Twitter-Followern, daß Bitcoin in diesem Jahr noch bis auf 50.000 Dollar klettern könnte.

Bitcoin setzt Fiat schachmatt
Der langjährige Schachweltmeister Garri Kasparow gilt als einer der stärksten Akteure in der Geschichte des königlichen Spiels. Seit seinem Rückzug vom Brett setzte er sich energisch für die Menschenrechte und demokratische Freiheiten ein. 2008 gründete er zusammen mit Boris Nemzow die außerparlamentarische Oppositionsbewegung Solidarnost. In einem Interview mit dem Forbes-Magazin äußerte sich Kasparow aktuell zum Thema Kryptowährungen. Dabei erklärte er: „Wir verstehen, dass der Staat die Macht hat, Geld auszugeben, aber auch hier suchen die Menschen, wenn er außer Kontrolle gerät (wie es jetzt der Fall ist), nach alternativen Mitteln, um ihren Reichtum zu schützen und ihr Vermögen vor Inflation oder unkontrollierten staatlichen Eingriffen in ihre finanziellen Angelegenheiten zu bewahren. Das Gute an Bitcoin ist, dass man die Zahl genau kennt – die magische Zahl von 21 Millionen. Und wir verstehen die Formel dahinter. Aber wenn Sie auf die andere Seite schauen, zum Beispiel die Fed, wissen Sie nie, wie viele Billionen Dollar morgen auf dem Markt erscheinen werden, die Ihren Ersparnissen schaden. Deshalb denke ich, dass der stetige Anstieg der Popularität von Bitcoin und anderen Kryptowährungen und der Blockchain- Technologie als Konzept unvermeidlich ist, denn es ist eine Reaktion auf die Machtverschiebung von Einzelpersonen zu Staaten oder anderen Institutionen, die ohne unsere Zustimmung in unsere Privatsphäre eingreifen können.“
https://www.forbes.com/sites/rogerhuang/2020/07/23/garry-kasparov-chess-champion-human-rights-advocate-bitcoin-supporter/#19e7286dd284

Mastercard beschleunigt sein Kryptokarten-Partnerprogramm
Verbraucher sollen es in Zukunft einfacher haben, Kryptowährungen aufzubewahren und zu kaufen. Wirex erhält als erste Krypto-Währungsplattform, eine entsprechende Lizenz. In einer Presseerklärung teilt Mastercard mit: „Das Interesse der Verbraucher und ihre Investitionen in digitale Währungen nehmen zu. Untersuchungen haben ergeben, dass bis zu 20 Prozent der Bevölkerung einiger Länder Kryptowährungen besitzen“.
Um die Akzeptanz zu fördern kündigte Mastercard an, sein Kryptowährungsprogramm zu erweitern. Es soll seinen Partnern ermöglichen sichere, konforme Zahlungskarten auf den Markt zu bringen. „Der Kryptowährungsmarkt reift weiter, und Mastercard treibt ihn voran, indem es sichere und geschützte Erfahrungen für Verbraucher und Unternehmen in der heutigen digitalen Wirtschaft schafft“, sagte Raj Dhamodharan, Executive Vice President, Digital Asset and Blockchain Products & Partnerships. „Unsere Arbeit mit Wirex und dem breiteren Krypto-Ökosystem beschleunigt die Innovation und ermöglicht den Verbrauchern eine größere Auswahl an Zahlungsmitteln. Die Zusammenarbeit mit Mastercard versetzt Wirex in die Lage, Zahlungskarten an Verbraucher auszugeben, die es einfacher macht, mehrere traditionelle und kryptografische Währungen zu kaufen, zu halten und auszutauschen. Verbraucher können ihre Kryptowährungen sofort in traditionelle Fiat-Währung umtauschen, die überall auf der Welt ausgegeben werden kann, wo Mastercard akzeptiert wird. Die Nutzer profitieren außerdem vom Wirex-Belohnungsprogramm Cryptoback™, das Kunden bei jedem Einkauf im Geschäft automatisch bis zu 1,5 Prozent Bitcoin zurückerstattet.“ Im Laufe des Jahres plant das Unternehmen die Einführung einer nächsten Generation von Wirex-Karten für Kunden in Europa, mit Funktionen wie zusätzlichen Währungen und kostenlosen internationalen Abhebungen an Geldautomaten.

Visa setzt auf Kryptos
VISA, das global ausgerichtete Unternehmen für Zahlungstechnologie, ist dabei „die Art und Weise, wie Geld weltweit bewegt wird, neu zu gestalten“. Visa betrachtet digitale Währungen als „eine aufregende Möglichkeit neue Formen des Handels zu unterstützen“. Visa arbeitet eng mit lizenzierten und regulierten digitalen Währungsplattformen wie „Coinbase“ zusammen, um eine Brücke zwischen digitalen Währungen und ihrem globalen Netzwerk von 61 Millionen Händlern zu schlagen. Visas Forschungsabteilung konzentriert sich jetzt auf neue Mechanismen zur Verbesserung der Skalierbarkeit und Offline-Transaktionen mit digitalen Währungen möglich zu machen. Visa erklärt: „dass digitale Währungen das Potenzial haben, den Wert digitaler Zahlungen auf eine größere Anzahl von Menschen und Orten auszudehnen. Daher wollen wir die Rolle, die sie für die Zukunft des Geldes spielen, mit gestalten und unterstützen.“ Weitere Informationen finden sich im Internet: https://usa.visa.com/solutions/digital-currency.html.

Dirk Müllers Märchenstunde
Börsenexperte Dirk Müller, ist der Meinung Bitcoin sei nur der Türöffner für eine vollüberwachte digitale Zentralbankwährung. Er sieht das Kryptogold lediglich, als „ein Marketinginstrument“, „mit dem man die Menschen auf so etwas vorbereitet“. Seine aus der Luft gegriffene Vermutung, daß Bitcoin vom amerikanischen Geheimdienst erfunden wurde, macht den Börsenmakler völlig unglaubwürdig. Christoph Bergmann liefert auf seinem Blog eine umfassende Hintergrundanalyse die Müllers Mutmaßungen sachkundig zerpflückt. Nach seinem Urteil demonstriert der Börsenmakler „ein beeindruckendes Vertrauen in die Kompetenz staatlicher Institutionen: Er vertraut darauf, dass staatliche Organe in der Lage waren, Bitcoin zu erfinden, und er vertraut darauf, dass sie es schaffen werden, ein funktionierendes digitales Zentralbankgeld herauszugeben.“ Beispiele aus der jüngeren Vergangenheit zeigen, dass es mit es der digitalen Kompetenz staatlicher Institutionen nicht weit her ist und allein zur maßlosen Verschwendung von Steuergeldern führt.
M. Praetorius, ein Leser des Bergmann-Blogs, bringt Müllers Märchenstunde treffend auf den Punkt: „Die Thesen sind so krude, dass man in ihm beinahe schon einen Verschwörungsgläubigen erkennen könnte. Selbst wenn Bitcoin von Geheimdiensten zu dem von Herrn Müller kolportierten Zwecken erschaffen worden wären, hätte sich das Experiment angesichts der Vielzahl an Altcoins mittlerweile gegen seine Erschaffer gewandt. Analog zum Hausrat in Goethes Zauberlehrling.“
https://bitcoinblog.de/2020/07/20/dirk-mueller-haelt-bitcoin-fuer-ein-trojanisches-pferd/

Bitcoin gewinnt bei den Invest-Profis an Fahrt
Die Investmentgesellschaft US-Fidelity befragte weit über 750 Profiinvestoren. Davon haben in Europ 45 Prozent und in den USA 27 Prozent zumeist in Bitcoin und anderen Kryptowährungen investiert. Österreichs „Standard“ kommentierte: „Auffallend: In Europa, wo Negativzinsen mittlerweile weit verbreitet sind, empfindet ein Viertel der Investoren Kryptowährungen deshalb als interessant, da sie frei von Interventionen von Regierungen und Notenbanken seien, in den USA ist es nur jeder Zehnte.“ Während große Investoren, wie zum Beispiel der Grayscale Trust, immer stärker auf Bitcoin setzen, reagieren die Kleinanleger weiterhin zögerlich. In Deutschland und Österreich sollen zur Zeit schätzungsweise nur unter 3 Prozent der Bevölkerung im Besitz von Bitcoin sein. 91 Prozent der befragten Finanzprofis planen übrigens in den nächsten fünf Jahren ihr Portfolio mit dem Kauf von Kryptos abzusichern.