Digitaler Palmsonntag 2019: Bitcoinkredit im Namen Gottes

Bitcoinkredit im Namen Gottes
„Vor kurzem hat das Krypto Kredit Startup NEXO veröffentlicht, dass es Brock Pierce einen Kredit über 1,2 Millionen $ gewährt hat, um den Kauf einer Kirche aus dem 18. Jhd. in Amsterdam zu finanzieren. Brock Pierce war ein Kinderschauspieler, der in einigen Disney Filmen mitgespielt hat. Seit 2014 ist er Vorsitzender der Bitcoin Foundation. Die Kirche in Amsterdam beinhaltet unter anderem ein Bild eines Geistes, der einem Mann eine Münze übergibt. Das soll das Gedenken an die erste niederländische „Königliche Mint“, die ersten Münzen aus königlicher Prägung, darstellen. NEXO schreibt, dass Pierce den Kredit allein durch Bitcoin abgesichert hat und keine weiteren Assets verpfändet hat. Für die 1,2 Mio $ hat Pierce Sicherheiten in Bitcoin im Wert von 3 Mio $ bei NEXO hinterlegt, die in einem vertrauenswürdigen Smart Contract gespeichert sind. Dies ist einer der größten bisherigen Kredite im Krypto Lending Bereich und hat NEXO auf einen Schlag sehr bekannt gemacht.

IWF-Chefin Christine Lagarde: Kryptowährungen „bringen das System ins Wanken“
„Auf dem diesjährigen Frühlingstreffen des Internationalen Währungsfonds‘ (IWF) waren Digitalwährungen ein großes Thema. IWF-Direktorin Christine Lagarde sprach bei einer Podiumsdiskussion unter anderem mit Vertretern von Circle, der Firma hinter dem Stablecoin USDC, und der Bank JPMorgan Chase, welche mit dem JPM Coin ebenfalls einen eigenen Stablecoin erprobt. Im Anschluss daran wurde Lagarde in einem Interview mit dem Sender CNBC gefragt, ob Kryptowährungen eine Bedrohung für das Bankensystem seien. Die IWF-Chefin antwortete, dass Distributed Ledger Technology (DLT) in der Tat „das System ins Wanken“ bringen würde, ging dabei aber nur auf Projekte von Banken und Zentralbanken ein. „Das ist etwas ganz anderes als die Bitcoins, über die wir vor einem Jahr gesprochen haben“, bemerkte sie abschätzig. Der IWF sei vor allem an der Bewahrung von Vertrauen und Stabilität interessiert. Innovation dürfe das System nicht so stark erschüttern, dass die nötige Stabilität verloren ginge. Das müsse man mit Regulationen sicherstellen.“

Populäre Satoshi Nakamoto-Biographie entpuppt sich als dreiste Ripple (XRP)-Schleichwerbung
„Leider scheint Biographics-Erzähler Simon Whistler jedoch entweder keine Ahnung von dem Thema zu haben oder für die Verbreitung von Lügen bezahlt worden zu sein. Er schreckt jedenfalls nicht vor Falschaussagen zurück, um Bitcoin schlechtzumachen und Ripple (XRP) als überlegene Kryptowährung darzustellen. Die wohl dickste Lüge besteht darin, dass Bitcoin-Transaktionen „zum jetzigen Zeitpunkt“ Stunden oder sogar Tage brauchen und jeweils rund 40 US-Dollar kosten würden. Dies mag für einen kurzen Zeitraum während der letzten Spekulationsblase Ende 2017 gestimmt haben, war aber zur Zeit der Veröffentlichung des Videos (im Frühjahr 2019) schon längst nicht mehr der Fall. Laut Bitcoinfees.info kostet eine Transaktion aktuell rund zwei US-Dollar, um in maximal 10 Minuten bearbeitet zu werden. Wer es aber noch schneller und günstiger haben will, kann das Lightning Network (LN) nutzen. Diese Skalierungstechnologie, bei der Transaktionen auf einer zweiten Ebene (Second Layer) über der Blockchain verarbeitet werden, wird jedoch von Biographics verschwiegen.“

Frankreich: Versicherungen dürfen zukünftig in Kryptowährungen investieren
„Der Gesetzentwurf namens „Plan d’action pour la croissance et la transformation des entreprises” (Pacte) sieht deshalb vor, dass Versicherungen nun auch in Kryptowährungen wie zum Beispiel Bitcoin (BTC) investieren dürfen, ohne dass es dafür eine Beschränkung gibt. Laut der neuen Regelung können Versicherungen über spezielle Fonds in Kryptowährungen investieren, gleichzeitig dürfen sie Versicherungsleistungen anbieten, die anteilig mit Krypto-Investitionen abgedeckt sind. Es ist davon auszugehen, dass das neue Gesetz deshalb auch Auswirkungen auf professionelle Investmentfonds haben wird. Joel Giraud, Abgeordneter der Partei von Staatspräsident Emmanuel, bestätigte die Meldung, betonte jedoch, dass die Krypto-Regelung „nicht das primäre Ziel des neuen Gesetzes“ sei, wie das IT-Nachrichtenportal Trust Nodes berichtet. Demnach soll das Gesetz vornehmlich der Privatisierung dienen, so werden im Zuge dessen auch die staatlichen Anteile am Flughafenbetreiber ADP veräußert, um Gelder für einen neuen Innovationsfonds liquide zu machen. Obwohl Kryptowährungen durch das neue Gesetz in Frankreich einen Schritt nach vorne machen, gibt es weiterhin Stimmen, die kritisch sind. So hat Eric Woerth, der Vorsitzende des Finanzausschusses im französischen Parlament, im März angeregt, dass Anonymitäts-Tokens wie Monero (XMR) und ZCash (ZEC) gänzlich verboten werden sollten.“