Bitcoin: Alle Länder wollen nun ihren eigenen digitalen Coin

Auch die Türkei plant eine staatliche Kryptowährung „Turkcoin“
„Wie gestern bekannt wurde, soll auch die Türkei eine staatliche Kryptowährung planen. Ahmet Kenan Tanrikulu, stellvertretender Vorsitzender der Nationalist Movement Party (MHP), hat den Vorschlag für einen Turkcoin veröffentlicht. Der Vorschlag sieht eine staatliche Kryptowährung in Form einer „asset-backed security“ vor, die durch Staatsvermögen in Form von Firmenanteilen gesichert ist.“

Iran plant ebenfalls zeitnah eigene Kryptowährung einzuführen
„Gestern gab Irans ICT Minister, Mohammed-Javad Azari Jahromi, öffentlich bekannt, dass der Iran die Entwicklung einer eigenen Kryptowährung vorantreibt (freie Übersetzung): In einem Treffen der Geschäftsführer der Iran Post Bank, das digitale Währungen und Blockchain zum THema hatte, wurden die erforderlichen Schritte besprochen, um ein Pilotprojekt für eine landeseigene Kryptowährung auf den Weg zu bringen. Das Pilotmodell soll zur Überprüfung und Genehmigung dem Bankensystem des Lands zeitnah präsentiert werden.“

Wie gut eignen sich Kryptowährungen für illegale Aktivitäten?
„Leute glauben, dass Kryptowährungen für illegale Aktivitäten besser geeignet seien als normales Fiatgeld. Die höchste Form der Privatsphäre hat jedoch bares Geld: Niemand weiß, wem es gehört und an wen es weitergegeben wird. Deswegen wollen es Regierungen loswerden. Steuerhinterziehung und andere Verbrechen würden dadurch buchstäblich auf Knopfdruck aufgedeckt werden. Genau das hat sich im Falle von Ross Ulbricht 2015 gezeigt, der wegen Geldwäsche und Drogenhandel mit Kryptowährungen zu lebenslanger Haft verurteilt wurde (https://de.wikipedia.org/wiki/Ross_Ulbricht). Dieses Verbrechen mit Fiatgeld aufzudecken, wäre um ein Vielfaches schwieriger gewesen, bei Kryptowährungen hatten die Ermittler über die Blockchain jedoch Zugriff auf seine gesamte Transaktionshistorie. Als dann ein paar Male die Anonymität bei einigen Transaktionen durchsickerte, war es nicht nur ein Einfaches, seine Identität herauszufinden, sondern gleichzeitig sogar noch ein Beweis dafür, dass er illegale Tätigkeiten durchgeführt hatte. Bei Fiatgeld wäre dies deutlich komplizierter gewesen und so zeigte sich einmal mehr, dass Kryptowährungen NICHT für illegale Aktivitäten geeignet sind, auch wenn es der Unwissende denken mag.“

Coinbase muss US-Steuerbehörde Daten von 13.000 Nutzern übergeben
„Von den 5,9 Millionen Nutzern waren zwischenzeitlich nur 900 Personen dazu bereit, den Finanzbehörden über ein elektronisches Formular ihre Einkünfte zwischen 2013 und 2015 mitzuteilen. Der Rest hat auf jegliche Angaben komplett verzichtet. Die Weitergabe betrifft nun laut Urteil alle US-Bürger, die bei Coinbase auf einen Schlag Digitalwährungen im Wert von mindestens 20.000 US-Dollar an- oder verkauft haben.“

Krypto News: Bank of America fürchtet Bitcoin, Archos zeigt Hardware-Wallet, Nano mit starken Zuwächsen
„Der französische Hersteller Archos, der auch Smartphones, Drohnen und Elektroroller vertreibt, steigt ins Geschäft mit Hardware-Wallets für Kryptowährungen ein. Im Rahmen des Mobile World Congress (MWC) in Barcelona zeigt Archos den „Safe-T mini„. Das Gerät wird um rund 50 Euro zu haben sein und speichert private Schlüssel offline ab. Das Wallet wird per Micro-USB-Kabel an Computer angeschlossen und hat ein OLED-Display, das Transaktionen anzeigen kann, gesperrt wird es mit einem 4- bis 9-stelligen PIN-Code. Unterstützt werden Butcoin, Bitcoin Cash, Ethereum, Litecoin, Z Cash und Dash.“

GDAX unterstützt nun SegWit
„SegWit’s Konzept mag zunächst zwar abschreckend und übermäßig kompliziert erscheinen, in Wirklichkeit ist es aber ziemlich einfach zu verstehen. SegWit, genau wie das gefeierte Lightning Netzwerk (LN), ist ein Upgrade das die Skalierbarkeitsprobleme die Bitcoin eingebaut hat lösen soll. Es dient auch dazu Transaktionen schneller und günstiger zu machen. Das SegWit Upgrade erhöht auch die Sicherheit einer Transaktion, in dem es den Hauptteil der Transaktion von dem Teil der die Zahlung erlaubt trennt. Dies verkleinert auch die benötigte Block-Größe und hilft Bitcoin dadurch zu skalieren.
Fun-Fakt: SegWit ist eigentlich eine Soft-Fork, eine retrospektive kompatible Codeänderung, die bereits in einigen Kryptowährungen wie Litecoin implementiert wurde.“

Bitcoin-Konkurrent NEM: Europa-Chef im Interview
„Unsere Lösung, die wir „Smart Asset System“ nennen, bietet Funktionen, die eine einfache Implementierung der Blockchain ermöglichen, sowohl in bestehenden Unternehmen als auch für neue Geschäftsmodelle und Anwendungsfälle. Anstatt eine proprietäre Smart-Contract-Sprache zu verwenden, ist NEM API-gesteuert und funktioniert ähnlich wie normale Webdienste. Dies macht NEM zu einer leistungsstarken und einfach zu implementierenden Blockchain-Lösung.“

Update für das Ledger Hardware Wallet angekündigt: Neue Features vorgestellt
„Einer der wenigen Kritikpunkte an dem Ledger Wallets war unserer Meinung nach bisher, dass der Nutzer gezwungen war, den Google Chrome Browser zu benutzen. Dies war bisher zwingend erforderlich, damit die Ledger Chrome-Apps genutzt und die eigenen Kryptowährungen über die Hardware Wallets verwaltet werden konnten. Drei Jahre nach dem Start der Chrome Apps sollen diese nun ersetzt werden. Das Unternehmen hat native Anwendungen für Desktop- und Mobilgeräte entwickelt, die den Chrome Browser überflüssig machen. Die neue App wird unter Windows, Mac OS, Linux, Android, iOS verfügbar sein.“

Bitcoin Millionäre unserer Zeit: Wer besitzt wie viel Kapital in Bitcoin?
„Ein Bitcoin-Millionär zu werden, ist möglich, aber was braucht es, um ein Bitcoin Milliardär zu werden? Nehmen wir an, dass man noch kein (Fiat-)Millionär sein darf, dann ist es heute unglaublich schwierig, wenn man nicht von Anfang an dabei wäre oder die Währung gar selbst geschaffen hat. Der Name Satoshi Nakamoto ist nicht der „echte“ Name von Bitcoins Schöpfer, sondern einfach nur ein Pseudonym. Es wurden zahlreiche Versuche unternommen, den rätselhaften Schöpfer und die wahre Identität aufzudecken, bis heute jedoch ohne Erfolg. Es gibt nur wenige Aufzeichnungen von Nakamoto, abgesehen von E-Mail-Korrespondenz zwischen ihm und Bitcoin-Entwicklern. Eines ist über ihn allerdings bekannt. Er soll eine unglaublich große Menge Bitcoin besitzen.“