Bitcoin: Entwicklungen und Klärungen auf allen Ebenen

Umsatz an der Kasse – Deutsche zahlen weniger in bar
„Im Schnitt haben die Menschen in Deutschland laut der Erhebung 107 Euro Bargeld im Portemonnaie, davon knapp über sechs Euro in Münzen. Beim Plastikgeld gewinnt seit Jahren vor allem die Girocard (EC-Karte) an Bedeutung. Nutzten Verbraucher sie 2014 noch bei gut 15 Prozent aller Einkäufe, waren es 2017 bereits mehr als 18 Prozent. Das mobile Bezahlen per Smartphone spielt nach Angaben der Bundesbank bislang in Deutschland eine geringe Rolle. Vor allem Sicherheitsbedenken halten viele Verbraucher von solchen Zahlungsverfahren ab – auch wenn die Anbieter versichern, dass diese unbegründet sind.“

Bitcoin ist den meisten Deutschen suspekt
„Bei der letzten Bitkom-Erhebung im Jahr 2015 konnten sich noch 36 Prozent vorstellen, die Digitalwährung auch einmal einzusetzen. Abschreckend wirkt auf potenzielle Nutzer vor allem die hohe Volatilität der Währung. 44 Prozent der Skeptiker gaben aktuell an, Bitcoins aus Angst vor einem Wertverlust nicht zu nutzen. Ähnlich viele wussten nicht, wofür diese Währung überhaupt genutzt werden könne. Aus den Synergien vieler Unzufriedenheiten kann eben doch etwas vollkommen Neues entstehen. Die Studierenden des Arbeitskreises „Plurale Ökonomik“ aus Bayreuth haben 2013 gemeinsam ihre Alma Mater verlassen. Unter Anleitung von Silja Graupe, die sie als Dozentin der Philosophie und Ökonomie im Arbeitskreis schätzen gelernt haben, und des Professors der Philosophie Harald Schwaetzer, haben sie eine Hochschule gegründet, die 2015 vom Wissenschaftsrat anerkannt wurde. Die einzige akademische Neugründung in Deutschland seit langen Jahren.“

STUDIERENDE GEGEN DEN HOMO OECONOMICUS – Müssen wir die Wirtschaftstheorie neu denken?
„Florian Rommel hat in Bayreuth mit anderen Studierenden der VWL den Arbeitskreis „Plurale Ökonomik“ gegründet: aus Protest gegen die verkrusteten Strukturen im Studium und die Monokultur in der Lehre. Nicht nur lernten weltweit alle Studierenden dasselbe nach einem international einheitlichen Kanon von Lehrbüchern – in diesen Lehrbüchern sei auch nur eine einzige wissenschaftliche Theorie vertreten, die sogenannte Neoklassik. Das sei, als ob im Psychologie-Studium nur Sigmund Freud gelehrt werde.“

Coinfinity demonstriert erste Lightning-Transaktion durch Bitcoin-ATM
„Coinfinity beweisst nun, dass prinzipiell nichts dagegen spricht, Lightning für Bitcoin-Automaten zu verwenden. In einem Video demonstrieren der CTO Daniel Weigl und Christoph Rechberger die erste Lightning-Transaktion von einem ATM an eine Smartphone-Wallet. Mithilfe des Lightning-Clients c-lightning sowie einer selbstgeschriebenen HTML-Frontend fürs Smartphone gelang es, eine Zahlung von 50 Satoshi – das entspricht etwa 0,3 cent – zu versenden. Die Zahlung ging wohlgemerkt nicht durch einen Payment-Channel zwischen dem ATM und dem Smartphone. Dies wäre einfach und nur in Ausnahmefällen sinnvoll. Tatsächlich begann die Zahlung am Node des ATMs, passierte einen zufälligen Knoten des Lightning-Netzwerks und endete auf dem Smartphone. Prinzipiell wäre es möglich, dass der ATM mit demselben Channel auch andere Auszahlungen ausführt, wie auch nichts dagegen spricht, dass mit dem Channel vom Smartphone aus die 50 Satoshi an einen beliebigen anderen Node überwiesen werden.“

Ein Bitcoin-Verbot ist nicht notwendig – aber Kontrolle
„Derzeit halte er die Risiken aber noch für begrenzt, sagte Deutschlands oberster Währungshüter. Eine Alternative zu Zentralbankgeld seien Bitcoin in keinem Fall. „Bitcoin ist aus ökonomischer und ökologischer Sicht ineffizient“, stellte Weidmann fest. „Mögliche Wertverluste alleine rechtfertigen aber kein Verbot. Im Interesse eines besseren Verbraucherschutzes sind jedoch umfangreichere Informationen für Anleger wichtig.““

Bundesbankchef Weidmann hält Bitcoin für ineffizient
„“Mögliche Wertverluste alleine rechtfertigen aber kein Verbot. Im Interesse eines besseren Verbraucherschutzes sind jedoch umfangreichere Informationen für Anleger wichtig.“ „Anlass zu regulatorischen Eingriffen könnten auch potenzielle Finanzstabilitätsrisiken bieten, weshalb wir die Verwendung von Krypto-Token im Finanzsektor im Blick haben müssen“, sagte Weidmann.“

Hier kommt die Blockchain ins Spiel
„Noch Größeres verfolgen Initiativen wie Follow my Vote oder die Democracy Earth Foundation: Sie wollen Wahlen digitalisieren und die fälschungssichere Blockchain nutzen, um etwaige Sicherheitsbedenken aus dem Weg zu räumen. Denn normalerweise, so das Argument der Befürworter, sehe man nicht die einzelnen Stimmen, sondern nur das Gesamtergebnis – und das könne theoretisch manipuliert sein. Das digitale Szenario könnte dann wie folgt aussehen: Der Wahlleiter versendet einmalig nutzbare Tokens an alle Wahlberechtigten, per Mail, Post oder Smartphone-App. Nach der Wahl sieht jeder Nutzer, wie alle anderen abgestimmt haben – natürlich unter verschlüsselten Namen. „Der Mangel an Transparenz und der Mangel an Sicherheit unserer Wahlsysteme“, wie ihn beispielsweise die Initiative Follow my Vote kritisiert, wäre so aufgehoben.“

Schweiz: Auch Kryptowährungen müssen versteuert werden
„Wie bei anderen Vermögenswerten muss auch der Besitz von Bitcoin und anderen Kryptowährungen beim Steueramt deklariert werden. Einige Kantone haben in den letzten Monaten Mitteilungen publiziert, wie Privatpersonen diese korrekt versteuern müssen (zu den Merkblättern der Kantone Zürich, Zug und Luzern). Im Folgenden die wichtigsten Punkte, die beim Ausfüllen des Steuerformulars beachtet werden sollten: Guthaben von Privatpersonen in Kryptowährungen unterliegen der Vermögenssteuer, aber nicht der Einkommenssteuer. Der Wert der Kryptowährungen wird dann zu den weiteren Vermögenselementen (z.B. Bankguthaben, Aktien, Bargeld, Liegenschaft) addiert und versteuert. Üblicherweise beträgt die Steuer zwischen 0,2 bis 3 Promille des Vermögens, wobei es eine Freigrenze bis ca. 100’000 Franken (Höhe vom Kanton abhängig) gibt.“

Südkorea plant strenge Regulierung von Kryptowährungen – Wird die südkoreanische Regierung den Kryptohandel verbieten oder ihn ins System
„Über den Umfang der geplanten Regulierung sei die Regierung aber gespalten, sagte Hong. „Die Positionen reichen von einem völligen Verbot des Handels bis zu einer Einbeziehung der Kryptowährungsfirmen in das bestehende System.“ Parallel dazu arbeite das Finanzministerium an Methoden, um virtuelle Währungen zu besteuern. In den kommenden Monaten solle zudem eine Initiative zur Förderung der Blockchain-Technologie vorgestellt werden.“

Bitcoin Private: Nur ein weiterer Bitcoin Fork oder beachtenswert?
„Im Gegensatz zu den zahlreichen Bitcoin Forks im vergangenen Jahr, wie abgesehen von Bitcoin Cash und vielleicht auch Bitcoin Gold, scheint Bitcoin Private einen realen Anwendungsfall zu haben und beseitigt ein tatsächlich bestehendes Problem. Außerdem steht hinter dem Projekt mit den Gründern von ZClassic kein anonymes Team, sondern gestandene Entwickler. Rhett Creighton ist in der Krypto-Gemeinde ein bekanntes Gesicht.“