Bitcoin: Heute ist der Tag des Heiligen Blasius: Anrufung nicht vergessen!

Für die nun seit über einem Jahr unter extremen Blasen-Problemen und Blasen-Schwächen leidenden Medien in Bezug auf die Entwicklungen rund um die Kryptowährungen, ist heute ein ganz besonderer Tag. Der Tag des Heiligen Blasius: „Oh heiliger Blasius hilf! Schütze, bewahre und errette mich vor dem hartnäckigen und schmerzvollen Blasizilus!“

Mein lieber Freund Wolfgang Winter hat dem heiligen Blasius zu Ehren wieder zur Feder gegriffen und eine sehr schöne und anschauliche Geschichte verfasst. Bitte mehrmals lesen, wenn man durch das Vertrauen in die Blockchain und die Investments in Kryptowährungen bedroht ist, vom wahren Glauben abzufallen und in der Folge mit großen Blasenproblemen – alltäglich medial angeheizt – zu kämpfen hat.

„„Heiliger St.Blasius Hilf“ murmelte König Kryptus, als er die jüngste Kursentwicklung an den Krypto-Börsen sah. „Was ist Dein Wunsch, mein lieber Kryptus“, entgegnete der dem König urplötzlich leibhaftig aus dem Nichts erscheinende Heilige. „Wie kommt es, dass Du dich persönlich vor unseren Thron bemühst ?“, fragte Kryptus verwundert.
„Heute ist doch mein Namenstag“ antwortete Sankt Blasius, „da komme ich doch gerne persönlich vorbei um die Huldigungen der Gläubigen zu genießen“. „Huldigungen? Erhoffst Du allen Ernstes Huldigungen?“, höhnte der König und erklärte: „Seit Monaten bis Du doch sowieso in aller Munde. Täglich haben die Medien voller Eifer und Schadenfreude die große Krypto-Krise herbeigeschrieben. Alle warnten vor einer schrecklichen Monster- Blase die schon bald platzen würde. Am meisten wurden die Bürger meines Reichs mit dem Menetekel der Tulpen-Blase geängstigt die einst viele Menschen in den Ruin trieb. Also, Sankt Blasius was hast Du zu den Vorwürfen sagen?“. „Das ist alles ein riesengroßes Missverständnis, stammelte der Heilige. Wie Du weisst, war ich einst Bischof in der Türkei und wurde dort auf Grund meines christlichen Glaubens ins Gefängnis geworfen, gefoltert und ermordet. Nach meinen Tod von Gott zum Schutzheiligen und Nothelfer ernannt bin ich in erster Linie für Menschen mit Halsleiden zuständig. Da unter den Bürgern Deines Reiches, verehrter König, viele den Hals in den letzten Monaten nicht voll bekamen und an der Coin-Börsen wild drauf los spekulierten, bekamen sie Halsschmerzen und beteten zu mir um wieder gesund zu werden. Das hatten die dummen, dummen Journalisten völlig verkehrt aufgeschnappt und vermutet, dass Deine Bürger eine Blase und nicht mich, den Heiligen Blasius verehrten. Da es bei der Presse Brauch ist, dass immer einer vom anderen abschreibt ohne den Wahrheitsgehalt der Meldung zu überprüfen hat sich das Blasen-Märchen schnell über den gesamten Planeten verbreitet.“ „Das ist ja schrecklich“, entgegnete König Kryptus und was kannst Du für meine Bürger tun, damit sie wieder gesund werden und das böse Blasen-Monster aus ihren Köpfen verschwindet?“ „Das ist ganz einfach, oh weiser König“, erklärte der Heilige. „Ausharren, Hodeln und fleissig Bitcoin nachkaufen, heißt meine Medizin. Schon bald wird dann die Presse den Widerstandsgeist Deiner Untertanen preisen und die dumme Blasengeschichte schnell vergessen.“ „Da freute sich König Kryptus, beschenkte den Heiligen reichlich mit vielen goldenen Bitcoin-Talern und sagte: „Mache Dir einen schönen Tag, feiere mit Deinen Kumpels von der Nothelfertruppe und Grüß Gott“.“

Die Rolle der Geldmengen – Warum Debatten über eine Blase oft irrational sind
„Eine Blase, bereits jetzt ein Anwärter auf den Titel „Unwort des Jahres“, scheint für viele dennoch unausweichlich – so auch für Goldman Sachs wie wir gestern berichteten. Das ist viel leichter gesagt als bewiesen. Letztendlich ist das Wort Blase von den Medien gehypet, aber nicht verstanden. Selbst für Wissenschaftler bleiben Blasen sehr schwer greifbar und bestenfalls im Nachhinein klar erkennbar. Der amerikanische Forscher Jean-Paul Rodrigue entwickelte eine Theorie, um Blasenbildungen zu beschreiben. Das Magazin Forbes wendete das Modell bereits im Winter 2013 auf Bitcoin an und beschreibt die starken Parallelen. Seitdem hat sich der Kurs mehr als verzwanzigfacht. Jetzt argumentiert die Financial Times auf der Grundlage des gleichen Modells für eine Blasenbildung.“

Österreichische Perspektive auf die Einschätzung der Deutschen Bank zu den 7 Bitcoin-Standardaussagen
„Bitcoin-Transaktionen und Bitcoin-Nutzer sind anonym.
Deutsche Bank: Die Bitcoin-Blockchain ist öffentlich. Viele Börsen fordern wegen der KYC-Politik von ihren Kunden einen Identitätsnachweis. Die Deutsche Bank meint allerdings, dass man mit Bitcoin genauso anonym sein kann wie mit Bargeld.
Österreichische Schule: Bitcoin-Transaktionen sind nicht anonym – sie sind pseudonym. Wer möchte, kann meinen Watch-my-Block-Artikel dazu lesen. Die Deutsche Bank übersieht den Unterschied zwischen Bargeld und Bitcoin, und zwar, dass man beim Betrachten eines Geldscheines nicht die komplette Transaktionshistorie dessen sehen kann. Bei Bitcoin ist dies nicht nur möglich, sondern unumgänglich.“

Von wegen Crash: Der größte Bitcoin-Konkurrent hat in nur einem Monat 48 Prozent zugelegt
„Das Lisk-Team rund um Kordek stammt aus Aachen und sammelte 2016 rund 14.000 Bitcoins, damals rund 5 Millionen Euro wert, für das Lisk-ICO ein. Heute sitzt das Unternehmen in der deutschen Hauptstadt Berlin. Laut dem Unternehmen verfügte Lisk vergangenen Dezember über ein Vermögen von rund 200 Millionen Euro, teilweise auch in Form der eigenen Token. Die Lisk-Blockchain ist indes vergleichbar mit der des größten Bitcoin-Konkurrenten Ethereum. Lisk unterscheidet sich jedoch von anderen Altcoins durch die JavaScirpt-Unterstützung über sogenannte Sidechains. Diese erlauben Entwicklern individuelle Anpassungen vorzunehmen.“

Der Kurssturz– FUD in Asien & USA, Panikverkäufe und Konsolidierung
„Sicherlich kann man sich dieser Panik anschließen und versuchen, sein Fiat-Geld in „Sicherheit“ zu bringen. Allzu überstürzte Reaktionen sind bei einem Kurssturz jedoch immer die falschen Ratgeber. Die Konsolidierung des Kurses ist letzlich eine Fortsetzung des Abwärtskanals der letzten Woche und auf lange Hinsicht keine Ungewöhnlichkeit. Nach dem hohen Ausbruch gegen Jahresende befinden wir uns auf dem gleichen Level wie Ende November.“

Zinsangst – Kurssturz an der Wall Street
„Der Ausverkauf an der Wall Street hat sich am Freitag zugespitzt. Angst vor steigenden Zinsen trieb die Anleger in Scharen aus dem Markt. Der Dow Jones Industrial rutschte um 2,5 Prozent auf 25.520 Punkte. Im Wochenverlauf weitete der US-Leitindex sein Minus damit auf mehr als vier Prozent aus – der größte prozentuale Wochenverlust seit zwei Jahren. Auf Tagesbasis war es das größte Minus seit Juni 2016.“

Mario Draghi ist die letzte Hoffnung der Deutschen Bank
„Nicht so die Deutsche Bank: Sie kämpft seit Jahren mit bröckelnden Erträgen und Kosten für den Umbau. Einen Befreiungsschlag konnte Cryan für die kommenden Monate keineswegs versprechen. Er sprach von „Evolution statt Revolution“. Was wohl so viel heißt wie, dass es eher langsam und mühsam 2018 weitergeht.“

Digitalisierung zerstört 3,4 Millionen Stellen
„Angesichts dieser Herausforderung verwundert es Bitkom-Präsident Achim Berg umso mehr, womit sich die Politik in Deutschland gegenwärtig beschäftigt. Arzthonorare, Rentenniveau, Soli-Abschmelzung – „seltsam entrückt“ komme ihm das alles vor. Es würden nur die Erträge der Agenda 2010 verteilt. Von Ideen, wie Deutschland in Zukunft Geld verdienen will, fehle jede Spur. „Auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos ging es in nahezu jeder Veranstaltung um Künstliche Intelligenz. In Berlin habe ich davon bislang viel zu wenig gehört.““

Ist der Bitcoin ein Fall für die Polizei?
„Der Gouverneur der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) und EZB-Ratsmitglied Ewald Nowotny ortet „bedenkliche Tendenzen“ in wirtschafts-protektionistischen Handlungen der USA. Auch seine kritische Haltung zum Bitcoin bekräftigte er.“

Bitcoin.de gibt weiterhin Daten an Behörden – auch ohne richterliche Anordnung
„Der Bitcoin-Marktplatz Bitcoin.de übergibt weiterhin Kundendaten an Behörden, selbst wenn keine richterliche Anordnung vorliegt. Auch in Zukunft habe man nicht vor, diese Praxis zu ändern. Das erklärte Bitcoin.de-Vostand Oliver Flaskämper in einer Mail an CHIP. Im vergangenen August hatte Motherboard erstmals berichtet, dass Bitcoin.de nicht auf richterliche Anordnungen besteht, um Kundendaten weiterzugeben, sondern bereits auf einfache Anfragen entsprechende Daten übergibt.“

Der verkannte Stromfresser
„Vor falscher Panikmache warnen hingegen die anderen. Bitcoin werden die Weltmeere keineswegs zum Kochen bringen, sondern, im Gegenteil, letztlich sogar dabei helfen, Energie zu sparen. Zumal Bitcoin eben nicht nur Geld sei, sondern eine neue globale, sich weiterentwickelnde digitale Finanzinfrastruktur. Man dürfe den derzeitigen Energieaufwand nicht überbewerten. Jede Google-Anfrage verbraucht schließlich auch eine ganze Menge Strom.“

So könnten Geheimdienste den Bitcoin zerstören – Hauptvorteil der Blockchain ist ihre Unfälschbarkeit, heißt es oft. Doch genau das ist falsch. Warum Anleger den „51-Prozent-Angriff“ kennen müssen.
„Ende März 2017 hatte der Wissenschaftler Joseph Bonneau von der US-Universität Stanford in einer ähnlichen Rechnung noch Angriffskosten von 500 Millionen Dollar bei Bitcoin und 200 Millionen Dollar bei Ethereum ermittelt. Das Wachstum der Netzwerke macht Attacken also immer schwieriger. Von Beginn an verhindern ließen sich diese wohl nur über Kryptowährungen mit neuen Konsensfindungsmechanismen. Die ersten gibt es bereits.“