Bitcoin: Investorenkongress | Kryptowährungen 2018 | München

Gestern war ich beim Investorenkongress | Kryptowährungen 2018 im municon am Münchner Flughafen. Ein voller Saal, hochkarätige Referenten und sehr interessierte Investoren und Investorenvertreter. Man konnte deutlich spüren, dass das Thema Bitcoin und das Potential der Blockchain-Technologie nun auch in diesen Kreisen beginnt anzukommen und für alle Formen von Assets für diese Branche interessant wird. Das Jahr 2017 wurde von allen genau beobachtet, analysiert und in vielen Daten und Fakten aufbereitet. Sobald diese Branche auf den Zug der Entwicklungen aufspringt, und ihre gewohnt seriösen Produkte basierend auf den Kryptowährungen anbietet, wird alles – und nicht nur die Kurse der Kryptowährungen – einen weiteren großen Schritt nach vorne machen. Einige sehr gute Produkte werden wir schon dieses Jahr sehen. Die Vorreiter sind hier, wie auch in vielen anderen Belangen, wieder einmal die Schweizer! Und einmal mehr hat man gesehen, dass die Informationen in den meisten heutigen Medien nahezu nichts von der Realität widerspiegeln.

US-Ratingagentur startet Bewertungen für Kryptowährungen
„Inkludiert sind zu Beginn die Kryptowährungen Bitcoin, Ethereum, Ripple, Bitcoin Cash, Cardano, NEM, Litecoin, Stellar, EOS, IOTA, Dash, NEO, TRON, Monero und Bitcoin Gold. Das Unternehmen Weiss Ratings kündigt allerdings an, auch „viel mehr“ Kryptowährungen aufnehmen zu wollen. Das erste Rating startet am 24. Jänner und ist das erste von einer Finanzratingagentur. Dazu werden tausende Datenpunkte von jeder Coin-Technologie bewertet sowie die Nutzung und Handelsmuster, wie die Agentur selbst vermeldet.“

Deutsche Finanzbranche sieht Gefahren durch Bitcoin
„Vertreter der deutschen Finanzbranche sehen laut einer Umfrage mehrheitlich Gefahren durch die Kryptowährung Bitcoin und fordern eine strengere Regulierung. Über die Hälfte der Befragten sehe mögliche Risiken für das Finanzsystem, wie aus am Dienstag veröffentlichten Umfrageergebnissen des Frankfurter „Center for Financial Studies“ (CFS) hervorgeht. Zudem sprechen sich 78 Prozent von ihnen für eine stärkere Regulierung von Kryptowährungen aus.“

Digitalisierung: Besteuert Daten und Maschinen – nicht die Arbeit!
„Die Staaten müssen auf diese Veränderungen reagieren und das Steuerrecht auf eine ganz neue Basis stellen. Statt weiter vor allem auf das Arbeitseinkommen abzuheben, sollten künftig auch Datentransfers und der Einsatz von Maschinen besteuert werden. Hinzukommen könnte eine Steuer auf Frachtwege, die die Preise online bestellter Waren erhöhen und der lokalen Wirtschaft helfen würde. Kombiniert mit einer adäquaten Belastung von Kapitalerträgen und auch von Vermögen, wäre der Staat am Ende vielleicht sogar in der Lage, vollständig auf die Lohnsteuer zu verzichten. Menschliche Arbeit würde damit für die Unternehmen radikal billiger, viele Jobs könnten erhalten werden.“

Japanese bitcoin exchange BitFlyer comes to Europe
„Japanese bitcoin and cryptocurrency exchange BitFlyer has expanded into Europe after it landed a payment license to operate across the EU.Japan is one of the world’s crypto trading hubs, alongside Korea and of course the U.S., but those in the industry say Europe has potential to grow significantly. Binance CEO Zhao Changpeng told TechCrunch in a recent interview that Italy, France, Germany, the UK and Turkey are among his exchange’s fastest rising markets. BitFlyer will hope its early landing can give it an important advantage over the competition that will doubtless follow its path to Europe.“

Zwischen Schadenfreude und Verzweiflung – Bitcoin: Wie tief denn noch?!
„Der jüngste Kursrückgang ist vordergründig der Ankündigung Südkoreas geschuldet, man werde dieses Jahr bis zu 24,2 Prozent Steuern von den Börsen für Kryptowährungen kassieren. Seit der vergangenen Woche ist die Nervosität im Markt extrem hoch, vor allem die stark engagierten Kleinanleger sind extrem verunsichert. Schließlich haben sich nicht wenige von ihnen trotz wiederholter Warnungen von Experten sogar verschuldet, um in Bitcoin & Co. zu investieren.“

US-Nobelpreisträger zum Bitcoin – Was bringt Blasen zum Platzen, Herr Shiller?
„Shiller: Die Wirtschaft wird in erheblichem Ausmaß getrieben durch eine Ansteckung mit Geschichten, die Menschen fesseln. Der Bitcoin ist in dieser Hinsicht nicht einzigartig und es ist nicht ausgemacht, dass diese Blase platzen muss. Es gibt Blasen, die Tausende Jahre existieren können. Der Vergleich mit früheren Spekulationsblasen erlaubt bei genauerem Hinsehen wenig Rückschlüsse darauf, ob und wann der Kryptoboom endgültig kippen könnte. Der Bitcoin-Kurs hat sich zwar innerhalb der vergangenen drei Jahr mehr als verfünfzigtfacht. Historisch gesehen ist das aber noch nicht einmal ein besonders drastischer Anstieg: Als Ende der Sechzigerjahre in Australien große Nickellagerstätten entdeckt wurden, kletterte der Wert der Aktien der betroffenen Firmen sogar um das 350-fache, bevor die Blase platzte.“

Südkorea, Regulierung, FUD und der Kurssturz: Eine Einordnung
„Ein Letztes noch: Vielleicht schafft es die „neue“ Technologie es ja in Zukunft, sich aus dem „alten“ System zu lösen. Letztlich sind es Ereignisse wie in Südkorea, bei denen eine dezentrale Technologie in institutionelle Strukturen eingearbeitet wird, die die Entwicklung behindern. Ein Griff an die eigene Nase könnte hier helfen; schließlich ist es das Grundprinzip der Blockchain, eine dezentrale Organisation ohne staatlichen Eingriff möglich zu machen.“

Die seltsame Schwäche des Dollar
„Der Finanzausschuss des amerikanischen Kongresses schätzte bereits Anfang Dezember, dass sich die Steuerausfälle über die kommenden zehn Jahre auf eine Billion Dollar summieren könnten. Und die Analysten der Bank of America haben berechnet, dass das Haushaltsdefizit des Staates 2018 rund 790 Milliarden Dollar statt der geplanten 645 Milliarden betragen wird. 2019 stiege das Defizit dann sogar von geplanten 689 auf 1050 Milliarden Dollar. Bei einer Wirtschaftsleistung von rund 19 Billionen Dollar entspräche dies einem Defizit von über fünf Prozent des Bruttoinlandsprodukts – und das, nachdem der Haushalt sich zuletzt gerade endlich wieder einigermaßen konsolidiert hatte.“

KI-Programm besser als Menschen im Verständnis natürlicher Sprache
„Jetzt scheint es allmählich ans Eingemachte zu gehen. Ein von der chinesischen Alibaba-Gruppe entwickelte KI-Programm konnte erstmals Menschen in der Beantwortung von Fragen und dem Verständnis von Text schlagen. Die chinesische Regierung will das Land führend in der Entwicklung von Künstlicher Intelligenz machen und hat dafür eine nationale Strategie aufgestellt. Dazu ernannte das Ministerium für Wissenschaft und Technik die Internetkonzerne Baidu, Alibaba und Tencent sowie iFlyTek zum ersten nationalen Team für die Entwicklung der KI-Technik der nächsten Generation.“

„Bitcoin ist als Zahlungsmittel ideal“
„Manuel Krämer: Ein Freund hat mir letztes Jahr von Bitcoin erzählt. Ich war völlig begeistert, wie viel Logik und Demokratie in dem System steckt. Aber ich habe auch das Problem erkannt: Bitcoin ist eher etwas für moderne Unternehmen oder Start-ups. Für Normalverbraucher ist das Thema sehr weit weg. Ich will da eine Brücke schlagen: Wenn ich anfange, Bitcoins als Zahlungsmittel anzubieten, fragen sich hoffentlich viele: „Selbst der Dachdecker kapiert das, was hat es denn damit auf sich?““