Bitcoin: Einatmen – Luft anhalten – Ausatmen… und wiederholen!

Für all jene, die sich erst im letzten Quartal des Jahres 2017 den Krypto-Währungen gegenüber geöffnet und investiert haben, waren die letzten drei Tage ein tiefer Schlag in die Magengegend. Alle die schon länger dabei sind, wissen, dass in solch einer Phase die Anwendung der guten alten YOGA-Formel, sowie die Weisheit aller Geistesschulen, das Einzige ist was wirklich hilft: „Einatmen – Luft anhalten – Ausatmen… und so lange wiederholen, bis eine deutliche Besserung des Zustandes zu spüren ist“.

Ja, der schon bald monatliche Kehraus hatte es diesmal ganz besonders in sich und es fand eine Tiefe-Reinigung von so noch nicht oft vorgekommener Dimension statt,  seit es in den letzten 10 Jahren überhaupt erst die Krypto-Entwicklungen gibt. Ich habe in den letzten Posts immer wieder darauf hingewiesen, dass wir diese Entwicklung nur dann mitmachen sollten, wenn wir „Hochschaubahngefühlen“ etwas Reizvolles und Lustiges abgewinnen können.

Jedenfalls hat diese Talfahrt wieder für Millionen Artikeln weltweit, in allen Medien und auf allen Foren gesorgt. Die sogenannten „Experten“ gaben sich im Sekundentakt die Türklinke der Redaktionen und Studios in die Hand. Ich wünsche Ihnen ein gutes Verdauen des Schocks und Schrecks und freuen sie sich, dass nach der tagelangen Rotphase der Krypto-Ampel, diese heute wieder auf grün gewechselt hat. Mit anderen Worten: Es geht nun wieder aufwärts!

Und wenn der Bitcoin doch keine Blase ist?
„Doch wer Bitcoin und Co. mit Modeerscheinungen wie Pokémon Go, dem Fidget-Spinner oder eben Tulpenzwiebeln vergleicht, sollte nicht vergessen, dass man auf Tulpenzwiebeln nur schlecht ein protokollbasiertes, weltweites und dezentrales Netzwerk aufbauen konnte.
Staat und Zentralbanken warnen vor einem Investment in Bitcoin und Co. Man könne dabei Geld verlieren, meinte jüngst der Bundesbankpräsident Jens Weidmann. Wo sind die Warnungen vor staatlichen Spielkasinos, vor staatlichen Lotterien, vor Investments in Lebensversicherungen, Staatsanleihen oder in die eigenen, inflationär beliebig vermehrbaren staatlichen Zahlscheine, auch Geld genannt?“

Wer glaubt, dass gerade eine Bitcoin-Blase platzt, hat nichts verstanden
„Insbesondere die Idee hinter virtuellen Währungen besitzt einen Wert. Aber nicht nur ideell. Denn jeder Mensch mit Smartphone und Internetzugang kann heute an diesem Finanzsystem der Zukunft teilnehmen. Weltweit. Auch wenn er in einem Land lebt, das Kryptowährungen verbietet. Die Erschütterung des Marktes soll ja unter anderem durch die Verbote in China und Korea ausgelöst worden sein. Doch den Hunger der Nutzer nach einer dezentralen Währung und mehr Freiheit innerhalb unserer regulierten Finanzsysteme kann auch das nicht erschüttern.“

Der Bitcoin und der Mond
„Der Bitcoin-Crash gibt Investoren Rätsel auf. Ein Grund könnte das chinesische Neujahrsfest sein. Klingt ungewöhnlich und gesichert ist das nicht. Immerhin: Die Kurse haben sich in der Nacht zum Donnerstag stabilisiert.“

Auch Papiergeld war zunächst kein Erfolg
„Sind nun Digitalwährungen ein Spuk, der am Ende ist? Um dies endgültig zu beantworten, ist es wohl noch zu früh. Auch hier ist es letztlich eine Frage des Vertrauens. Stabilisieren sich die Kurse bei einem weiter hinreichenden Handelsvolumen, könnten Digitalwährungen sich auch als begrenzte Zahlungsmittel im Lauf der Zeit etablieren. Denn an den Vorteilen der Technologie wie etwa vergleichsweise hoher Fälschungssicherheit gibt es wenig Zweifel. Und auch die Einführung des Papiergeldes in Europa verlief einst mühsam. Versuche im 17. Jahrhundert blieben begrenzt und häufig an Münzen gebunden. Die Einführung im großen Stil in Frankreich Anfang des 18. Jahrhundert geriet zum Fiasko.“

CRASH IST „GESUND“
„Nun soll es jedoch doch schon 2018 soweit sein. Wie der Analyst gegenüber „CNBC“ angab, sieht er den Bitcoin-Kurs im Laufe des Jahres zwischen 50.000 und 100.000 US-Dollar. Gerade die aktuelle Korrektur werde diese Entwicklung seiner Meinung nach begünstigen. Der Bitcoin „hatte jetzt einen Rücksetzer um 50 Prozent, was gesund ist“, so der Analyst, der dabei vermutlich noch den rasanten Anstieg aus dem vergangenen Jahr und vor allem das Allzeithoch bei rund 20.000 US-Dollar aus dem Dezember im Hinterkopf hat.“

„Politischer Aktionismus kann Erfolg des Bitcoin nicht gefährden“
„Bislang gibt es kein Netzwerk, dem sich so viele Miner angeschlossen haben wie dem Bitcoin. Das garantiert die Sicherheit der Währung. Wer auf eine Kryptowährung setzt, die nur ein Zehntel der Rechenleistung des Bitcoin besitzt, muss sich darüber im Klaren sein, dass sie höchstens zehn Prozent so sicher ist. Deshalb finde ich es wichtig, eine führende Kryptowährung zu etablieren, und nicht die Rechenleistung auf Hunderte kleine Währungen aufzuteilen. Das macht alle Netzwerke unsicherer und könnte letztlich dazu führen, dass sie sich nicht mehr als Alternative zum bisherigen Finanzsystem durchsetzen.“

Zuckerbergs Monster
„Es ist die alte Ballade vom Zauberlehrling, die Zuckerberg ein weiteres Mal aufgeführt hat: Die Geister, die er rief, wird er nun nicht mehr los. Er hat eine Kommunikationsplattform geschaffen, die sich in ein Manipulationsmonster verwandelt hat. Eine Maschine, so komplex und so unübersichtlich, dass sie unbeherrschbar geworden ist. Eine Kreatur, die ihr Eigenleben entwickelt hat – und nun gefüttert wird von jenen, die Böses im Sinn haben.“

Bitcoin-Futures: Kein Grund zur Panik
„Futures sind also Übereinkommen zwischen zwei Parteien, um Geschäfte vertraglich abzusichern. Einigen sich ein Käufer und ein Verkäufer auf einen Terminkontrakt, setzen sie sowohl den Termin als auch den Preis der jeweiligen Ware fest. Diese Ware – in unserem Fall der Bitcoin – wird dann zu einem von beiden Seiten festgesetzten Termin und Zeitpunkt gehandelt. Eine spekulative Angelegenheit also – gerade im Bereich der Kryptowährungen.“

Südkorea: Regierung unter Zugzwang
„Der anonyme Verfasser der Petition spricht vom „glücklichen Traum des Volkes“, den die Regierung nicht zerstören sollte. Weiterhin zieht er Parallelen zur Börse und sagt, dass Schaden, der aus unvernünftigen Investitionen resultieren, nicht das alleinige Problem von Kryptowährungen seien. Vielmehr gebe es diese eben auch andernorts und seien daher anders als mit einem kompletten Verbot zu behandeln. Der Tonfall der Petition ist dabei fast schon pathetisch: „Vielleicht werde ich [durch den Krypto-Traum] die Luft, die ich zum Atmen brauche, bekommen.““