Wie lange kann sich Bitcoin an der Spitze halten?

Bitcoin ist schon seit ein paar Jahren in aller Munde und führt mal mehr, mal weniger die Schlagzeilen an. Was ein gutes Zeichen für Bitcoin ist, denn es bedeutet vor allem, dass über die selbsternannte ‚digitale Währung‘ immer noch heiß diskutiert wird. Das ist nämlich einer seiner allbekannten Diskussionsthemen: Ist Bitcoin überhaupt eine Währung? Offiziell ist Bitcoin keine Währung, sondern ein Gebrauchsgut wie Gold oder Silber, jedoch wird Bitcoin von vielen Internet-Nutzern sowie Unternehmen, darunter auch Microsoft, als digitales Zahlungsmittel akzeptiert.

Die Idee zu Bitcoin ist 2008 entstanden und wurde von einem Internet-Nutzer unter dem Pseudonym „Satoshi Nakamoto“ im darauffolgenden Jahr ins Leben gerufen. Seitdem ist es das größte digitale Gebrauchsgut, das über komplizierte Formeln von einem Computer erzeugt wird. Das heißt, Bitcoin Münzen oder Scheine existieren nicht, dafür aber Codes. Bitcoins können dann mit unserer herkömmlichen ‚Papierwährung‘ an der Bitcoin-Börse erworben werden oder durch andere Gebrauchsgüter oder Dienstleistungen sozusagen getauscht werden. Besonders unter Internet-Nutzern, wie Fans von Online-Casinos oder Online-Shoppern, haben Bitcoins schnell an Popularität gewonnen, wodurch sein Bedarf gestiegen ist. Im Mai kletterte der Kurs des ‚Digitalguts‘ sogar höher als der von einer Feinunze Gold.

Doch das Bitcoin-Konzept kommt nicht ganz ohne Probleme, denn Bitcoin Transaktionen werden immer langsamer und die Gebühren immer teurer. Deshalb wurde Anfang des Monats das sogenannte Bitcoin Cash eingeführt. Auch wenn Bitcoin Cash auf ähnlichen, wenn nicht auf den gleichen Prinzipien basiert, ist es um einiges schneller. Denn Bitcoin Cash überzeugt mit einer neuen Technologie, die Nutzern erlaubt mehr als sieben Transaktionen pro Sekunde zu tätigen, was bei Bitcoin momentan nicht möglich ist. Ob Bitcoin Cash jedoch genug Anhänger im Netz findet, ist fraglich. Beide Konzepte basieren nämlich vor allem auf dem Vertrauen von Nutzern und diese vertrauen stark auf das etablierte Bitcoins-System. Unter den Nutzern gehören auch viele Online Unternehmen, wie Online Einzelhändler, Reiseanbieter, Fluggesellschaften, Online-Casinos und Gaming Plattformen, die Bitcoins weltweit akzeptieren, was es für weitere Nutzer aus aller Welt sehr attraktiv macht und das Vertrauen steigert.

Ein weitaus stärkerer Konkurrent als Bitcoin Cash dagegen ist das sogenannte „Ethereum“. Ethereum ist nicht nur die zweigrößte ‚digitale Währung‘, es hat auch mehr Funktionen und Anwendungsmöglichkeiten. Darunter ist auch der ’smart contract‘ (schlauer Vertrag), mit dem Nutzer sicherer Geschäfte abschließen können. Zudem ist Ethereum viel schneller als sein Konkurrent, sodass Bestätigungen viel prompter von Nutzern entgegengenommen werden können.

Doch eine Sache, die Bitcoins, Bitcoin Cash und Ethereum gemeinsam haben, ist die fehlende Anonymität. Es ist bekannt, dass viele Transaktionen, die im Internet getätigt werden, immer noch auf die jeweilige Person zurückzuführen sind. Hier werden Alternativen wie Zencash angeboten, die behaupten, die Identität des Nutzers zu schützen. Wer jedoch an die Spitze der ‚digitalen Währung‘ landet, ist aufgrund der stetigen Entwicklungen schwer vorauszusagen. Momentan ist die ‚Währung‘ am erfolgreichsten, bei der am meisten Nachfrage besteht, und das ist immer noch Bitcoin.

Quelle: https://www.boerse.de/nachrichten/Wie-lange-kann-sich-Bitcoin-an-der-Spitze-halten/7811040