Größte Bitcoin-Farm Mitteleuropas in Oberösterreich

Digitales Geld ist ein Millionengeschäft, so Internet-Experten. Die bekannteste Währung ist derzeit Bitcoin. In der Nähe von Linz ist jetzt ein Rechenzentrum zum Schürfen von Bitcoins entstanden, laut Betreibern das größte Mitteleuropas.

Eine alte Lagerhalle im Großraum Linz dient zwei Computerfirmen als Rechenzentrum. In einem etwa zwei Tennisfelder großen Raum stehen rund 6.000 Recheneinheiten, wie sie auch in Computergehäusen zu finden sind. Mit unzähligen Metern Kabel sind sie verbunden, trotz zahlreicher Kühlventilatoren hat es 35 Grad, und es ist so laut wie neben einem Flugzeug.

Ein Megawatt Strom pro Stunde wird verbraucht
Der Aufwand lohne sich jedoch, denn hier wird digitales Geld produziert. Einer der Betreiber, Rüdiger Albrecht von der Computerfirma Apollon Core, sagt zu den Recheneinheiten: „Die errechnen quasi die Codes, und wenn wir sie lösen, bekommen wir eine Belohnung in Form von Coins.“ Bislang gab es derartige Rechenzentren vor allem in China oder Island, weil dort der Strom billiger ist. Ein Megawatt verbrauchen die Computerteile und die Kühlung pro Stunde. Zum Vergleich: Ein durchschnittlicher Haushalt mit vier Personen kommt damit gut zwei Monate aus.

Virtuelles Geld – made in Oberösterreich
Die Idee, virtuelles Geld – made in Oberösterreich – zu machen, ist Anfang des Jahres entstanden, so Ideengeber Daniel Hattmansdorfer: „Es gilt, nicht nur die Herausforderung zu meistern, so etwas in Österreich aufzustellen, sondern auch den rechtlichen Rahmen zu schaffen, auf ein Fundament zu stellen und für den Kunden präsent und transparent zu sein.“

Fünf Millionen Euro Startkapital eingenommen
Zuerst musste jedoch echtes Geld, nämlich rund fünf Millionen Euro an Startkapital eingenommen werden. Rund 2.000 Investoren haben dafür unterschiedlich hohe Geldbeträge gegeben. Die oberösterreichischen Computerexperten tüfteln bereits an einer eigenen, österreichischen Digital-Währung, die sie hier ab nächstem Jahr produzieren möchten.

Quelle: http://ooe.orf.at/news/stories/2867009/