Zentralbanken sollten Bitcoin nicht ignorieren

Die BIZ, eine Organisation der Zentralbanken, empfiehlt Notenbankern in aller Welt, sich ernsthaft mit Kryptowährungen wie Bitcoin zu beschäftigen. Es böten sich Chancen, aber auch Gefahren müssten abgeschätzt werden.

Zentralbanken in aller Welt dürfen sich nicht zurücklehnen und das Wachstum von Kryptowährungen wie Bitcoin und Ethereum ignorieren, empfiehlt die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ), in der viele Zentralbanken organisiert sind. Grund für die Empfehlung: Elektronische Währungen könnten ein Risiko für die Stabilität des Finanzsystems darstellen.

Laut BIZ könnten sich Zentralbanken überlegen, eigene Digitalwährungen auszugeben und klären, welche Eigenschaften eine solche Währung haben sollte. Eine solche Entscheidung sei aber vor allem in Ländern mit rapide abnehmender Bargeldnutzung wie Schweden am wichtigsten.

In ihrem Quartalsbericht schreibt die BIZ, dass die Notenbanken nicht nur Datenschutzfragen und mögliche Effizienzgewinne für Zahlungssysteme berücksichtigen sollten. Auch seien wirtschaftliche, sowie finanz- und geldpolitische Auswirkungen zu beurteilen.

Um Digitalwährungen besser zu verstehen, hat die niederländische Zentralbank bereits eine eigene elektronische Währung geschaffen, wenn auch nur für den internen Gebrauch. Auch die amerikanische Notenbank prüft einen solchen Schritt wie Federal-Reserve-Gouverneur Jerome Powell bereits im März gesagt hatte. Es gebe „signifikante Fragen“, die weiter geklärt werden müssten, etwa auch Gefahren durch Cyberattacken und Fälschungssicherheit.

Quelle: http://www.handelsblatt.com/my/finanzen/maerkte/devisen-rohstoffe/biz-zentralbanken-sollten-bitcoin-nicht-ignorieren/20340274.html?ticket=ST-1140733-uf7JC34eQuUyoMTwcAal-ap2