GMO startet Bitcoin-Mining-Projekt in 2018

Das japanische Internetunternehmen GMO hat bekannt gegeben, 2018 in das Bitcoin-Mining-Geschäft einsteigen zu wollen. Es werden dabei bis zu 6 % Marktanteil am weltweiten Bitcoin-Mining kolportiert.

In einer Pressemitteilung vom Donnerstag heißt es, man wolle im ersten Halbjahr 2018 mehr als 10 % des gesamten Anlagevermögens von umgerechnet ca. 320 Millionen US-Dollar (Stand 31.12.2016) in das Bitcoin-Mining investieren.

GMO kündigt an, ein „Mining-Center der nächsten Generation“ zu betreiben, in dem erneuerbare Energie und hochmoderne Halbleiter-Chips genutzt werden. Für diese selbstentwickelten Chips werden 7-Nanometer-Nodes verwendet, welche rund viermal energieeffizienter seien als die aktuell genutzten 16-nm-Nodes. Damit werde Mining auf ein völlig neues technologisches Niveau gehoben.

Als Basis für die Mining-Aktivität soll ein Standort in Nordeuropa gewählt werden. Begründet wird dies mit dem Zugang zu günstiger, leicht verfügbarer und sauberer Energie, mit der das Minen betrieben werden soll.

Das Unternehmen GMO, welches bereits seit 1995 tätig ist, hat erst im diesem Jahr begonnen, im Krypto-Markt aktiv zu werden. In der Mitteilung heißt es, GMO glaube, „dass Kryptowährungen sich in die Richtung von neuen universellen Währungen entwickeln werden“, die von jedem Menschen, unabhängig vom jeweiligen Land oder der jeweiligen Region, zum „freien Warenaustausch genutzt werden können und so einen neuen grenzenlosen Wirtschaftsraum schaffen werden“.

Der Einstieg GMOs ins Bitcoin-Mining-Geschäft könnte die Branche ganz schön durcheinanderwirbeln. Angesichts der bedeutend höheren Effizienz, die GMO dank seiner überlegenen Technologie mitbringen würde, könnte das etablierte Mining-Anbieter vor große Probleme stellen. So wird bereits gemutmaßt, GMO könne innerhalb kürzester Zeit bis zu 6 % Marktanteil am Bitcoin-Mining erreichen.

Quelle: BTC-ECHO, 8. September 2017 | Tobias Schmidt

https://www.btc-echo.de/gmo-startet-bitcoin-mining-projekt-in-2018/